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By Susanne Bachmann

Susanne Bachmann analysiert eingelagerte Diskurse in ausgewählten Integrationsprojekten für MigrantInnen in der Schweiz. Anhand von vier Fallstudien zeigt die Autorin, dass Vorannahmen und Zuschreibungen in den Projekten die beruflichen Optionen beeinflussen, welche die Projekte für die Teilnehmenden anvisieren. Diese wiederum zielen darauf ab, dass die Teilnehmenden die Einschätzungen der Projekte übernehmen und ihre beruflichen Ziele entsprechend anpassen. Dabei fokussieren die Projekte vorrangig gering qualifizierte und traditionell lebende MigrantInnen, andere Lebensrealitäten drohen aus dem Blick zu geraten. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Stereotypen verfestigen und eine nachhaltige Integration von MigrantInnen nicht erreicht werden kann.

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Simulation stochastischer Systeme: Eine anwendungsorientierte Einführung

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Aspekte und Dimensionen der Bewerbermarkt-Segmentierung

Dieses crucial beschreibt den Weg zur richtigen Segmentierung des Bewerbermarktes als ersten Schritt in der Prozesskette zur Personalbeschaffung aus der Perspektive eines personalsuchenden Unternehmens. Dirk Lippold zeigt, wie Unternehmen sich einen Überblick über ihren Bewerbermarkt verschaffen und mit entsprechenden Maßnahmen eine erfolgreiche Positionierung und Kommunikation mit dem Bewerber herbeiführen.

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Das Prinzip „Fördern und Fordern“ steht im Kontext der sogenannten aktivierenden Sozialpolitik (vgl. Streckeisen 2012, Mäder 2009a, Wyss 2007, Nadai 2006). 50 Danach sind EmpfängerInnen wohlfahrtsstaatlicher Leistungen zu Gegenleistungen verpflichtet. Zentrales Element der aktivierenden Politik ist die Zuschreibung von Eigenverantwortung. Damit verschiebt sich die Verantwortung für die Absicherung von Problemlagen vom Wohlfahrtsstaat auf die Individuen, die nach dieser Logik für ihr Schicksal weitgehend selbst verantwortlich sind: „Menschen sollen durch geschicktes Selbstmanagement ihre eigene ‚employability’ sichern, sind damit aber auch im Falle des Scheiterns an ihrem Unglück selber schuld“ (Tuider 2010: 23).

Fabian Kessl konzipiert Soziale Arbeit als Regierung des Sozialen und nutzt damit Studien zur Gouvernementalität als Analyseperspektive (Kessl 2005, Kessl 2006, Kessl 2007, Kessl/Reutlinger/Ziegler 2007, Anhorn/Bettinger/Stehr 2007). 60 Danach zielt der Wohlfahrtsstaat auf eine Regulierbarkeit sozialer Risiken wie Invalidität, Armut, Obdachlosigkeit oder Erwerbslosig59 Die Grenzregimeforschung nimmt mit der These von der „Autonomie der Migration“ (vgl. DUDND\DOÖ7VLDQRV  die Subjektivität von MigrantInnen in den Blick und untersucht die Funktionalität und Dynamik der Migrationskontrolle aus der Perspektive des Individuums.

Indem der Gesetzgeber Rechte an die Bedingung der erfolgreichen Integration knüpft, rückt der Aspekt der Verpflichtung zur Integration in den Vordergrund, wie vor allem die sogenannten Integrationsvereinbarungen verdeutlichen. An dieser Logik der Pflicht zur Integration äusserten verschiedene AutorInnen Kritik (Menet 2013, Eser Davolio 2012, Eser Davolio/Tov 2011, Wicker 2009, von Büren/Wyttenbach 2009, Prodolliet 2009, Achermann 2007). Hingewiesen wird unter anderem auf die Gefahr, dass die Behörden durch die Unbestimmtheit des Rechtsbegriffs Integration einen zu grossen Ermessensspielraum erhalten (vgl.

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