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By Stefanie Eifler

Mittelpunkt dieser Studie ist die empirische Überprüfung der von Gottfredson & Hirschi (1990) formulierten Self-Control-Theorie, die das Ausmaß des Alkoholkonsums auf ein einziges, Personen als Eigenschaft zuzurechnendes Merkmal (Self-Control) zurückführt. Stefanie Eifler beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit auch andere Faktoren, z. B. Wirkungen sozialer Lernprozesse (Differentielle Assoziationen), Einfluß auf das Ausmaß des Alkoholkonsums nehmen. Die Autorin zeigt auf, daß die im Rahmen der Self-Control-Theorie vorgenommene Reduktion auf ein psychologisches Erklärungsprinzip nur eingeschränkt empirisch zu belegen ist. Die Ergebnisse deuten vielmehr darauf hin, daß Einflüsse sozialer Lernprozesse auf das Ausmaß des Konsums alkoholischer Getränke grundsätzlich nicht auszuschließen sind.

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L. D. (1986). A longitudinal examination of an integrated social process model of deviant behavior. Social Forces, 65, 106-134. 35 in dem Personen solche Verhaltensweisen zeigen. Mit anderen Worten: Wenn in der sozialen Umgebung von Personen der Konsum von Alkohol, Tabak oder anderen Drogen praktiziert wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß die betreffenden Personen dies ebenso tun. Neben Differentiellen Assoziationen als einem zentralen Konzept der Theorie des Differentiellen Lernens hat sich in den genannten Studien vor allem auch das Konzept der Definitionen als relevant erwiesen im Hinblick auf die Erklärung des Konsums von Alkohol, Tabak und/oder anderen Drogen: Wenn Personen sich in sozialen Umgebungen aufhalten, in denen andere Personen den Konsum von Alkohol, Tabak und anderen Drogen grundsätzlich befurworten, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß die betreffenden Personen positive Einstellungen und Orientierungen hinsichtlich des Konsums der genannten Substanzen erwerben.

25. 755-771. Akers. , Cochran, J. & Sellers, C. (1989). Sociallearning theory and alcohol behavior among the elderly. The Sociological Quarterly, 30, 625-638. Eine Ausnahme bilden Krohn. M .. Skinner. F.. L. & Akers, RL. (1985). Social learning theory and adolescent cigarette smoking: a longitudinal study. Social Problems. 32. 455-471; Sellers. S. & Winfree. T. (1990). Differential associations and definitions: a panel study ofyouthful drinking behavior. The International Journal of the Addictions.

Keine negativen Konsequenzen nach sich ziehen und in deren Rahmen somit positive Bewertungen dieser Verhaltensweisen erlernt werden können. Im folgenden wird zu zeigen sein, wie der Konsum alkoholischer Getränke mittels dieses theoretischen Ansatzes erklärt werden kann. 1 Differentielles Lernen und Alkoholkonsum Im Mittelpunkt der Theorie des DifferentieJlen Lernens steht - wie bereits erläutert - die Annahme, daß abweichendes Verhalten ebenso wie konformes Verhalten in sozialen Interaktionen gelernt wird; die Prozesse des Lernens sind dabei stets diejenigen des operanten Konditionierens, des Imitations- oder Beobachtungslernens bzw.

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