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By Norbert F. Pötzl, Johannes Saltzwedel

Barbaren oder blonde Helden – wer waren die Ureinwohner Deutschlands?

Als Haudegen aus der Tiefe Nordeuropas beeindruckten und erschreckten sie die antike Welt. Ihr Widerstand gegen Rom, ihre zentrale Rolle in der Völkerwanderung und ihr Machtbewusstsein haben die Germanen zu Vorfahren vieler heutiger Nationen Europas werden lassen. Aber wer waren diese hellhäutigen, ihrer Stammesehre verpflichteten Naturmenschen wirklich? Und wo kamen sie her?

SPIEGEL-Autoren und Historiker gehen den – wissenschaftlich recht umstrittenen – Ursprüngen der Germanen nach, schildern die ersten Zusammenstöße mit den südlichen Nachbarn und das schwierige Zusammenleben mit dem Römischen Reich. Das Buch verfolgt die Spur der verschiedenen Stämme bis nach der Völkerwanderungszeit, als sie teils besiegt wurden, teils in eigenen Reichen zu regionaler Herrschaft gelangten, und zeigt, wie sie in den folgenden Jahrhunderten verklärt wurden.

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Ehrenamtlichen Denkmalpflegern war im Jahr 1990 ein merkwürdiger Haufen Steine auf dem Gerstenberg bei Gommern in Sachsen-Anhalt aufgefallen. Darunter lag in einer zwei mal drei Meter großen hölzernen Grabkammer ein für die damalige Zeit sehr großer Mann – mit seinen Schätzen. Vieles davon stammte aus dem Römischen Reich: Münzen, ein wertvolles Trinkglas oder auch der silberne Schildbuckel. Dieser war tatsächlich einst ebenfalls ein Trinkgefäß gewesen; umgestülpt und auf der Mitte des Schildes befestigt, machte er sich nun überaus prächtig.

Warum bekam sie als einzige Bewohnerin der Fallward so ein prächtiges Begräbnis? Dass die Kleine eine besondere Führungsrolle auf der Wurt spielte, ist jedenfalls eher unwahrscheinlich. Im Krieg, in ihren Häusern oder auf ihren Friedhöfen bleiben die Germanen also auch aus archäologischer Sicht das, was die Nachbarvölker mitunter bis heute von ihnen denken: ziemlich schwer zu fassen. Fliegende Misteln Heilige Haine, Götter mit Decknamen, aber auch grässliche Endzeit-Untiere: In ihren Erzählungen von höheren Mächten bewiesen die Germanen blühende Mythen-Phantasie.

Jene kurze Lanze germanischer Soldaten, bekannt aus Kreuzworträtseln? Stammt der Name etwa aus dem Keltischen? Oder aus dem Hebräischen, dem Illyrischen, dem Ligurischen? Es ist einfach: Niemand weiß es. Und zu dieser allgemeinen Wirrnis gehört, dass die Bezeichnung »Germanist« anfangs keinesfalls auf einen Spezialisten dieses Sujets deutete – ein Germanist war vielmehr der, der sich mit deutschem Recht beschäftigte, ein Romanist kümmerte sich um römisches Recht. Erst Jacob Grimm, einer der beiden Märchenbrüder, schlug 1846 vor, auch »Sprachforscher, Literaturhistoriker, Religions-, Wirtschafts- und Staatsforscher der germanischen Völker« so zu benennen.

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