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By Wolfgang Schweiger

Führen die sozialen Medien zu einer einseitigen Pseudo-Informiertheit von Bürgern und verstärken damit die Polarisierung der Gesellschaft? Der Nachrichten- und Informationskosmos im web befindet sich im Umbruch – mit beunruhigenden die Folgen für die Demokratie. Lange waren journalistische Medien, substitute Angebote und die öffentliche Kommunikation unter Bürgern getrennt. In fb, YouTube, Google und Co. vermischen sie sich. Nachrichten, Verschwörungstheorien und Hasskommentare stehen direkt nebeneinander. Das überfordert die Medienkompetenz vieler Bürger. Obwohl sie das Nachrichtengeschehen kaum überblicken, fühlen sie sich intestine informiert. Gleichzeitig bleiben die Meinungslager unter sich (Filterblase) und schaukeln sich gegenseitig auf (Echokammer). Das trägt zur verzerrten Wahrnehmung der öffentlichen Meinung durch den Einzelnen bei, verändert die Meinungsbildung und verschärft die Polarisierung der Gesellschaft. Indizien sprechen dafür, dass besonders die politisierte Bildungsmitte betroffen ist.

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Dieses Charakteristikum trifft auf Boulevard-Nachrichten oft nicht zu; hier wird meist das Interesse des Publikums durch Aufgeregtheit und Sensationalismus geweckt. Auch beim sogenannten Infotainment, das überwiegend in TV- und Online-Nachrichten vorzufinden ist, steht eine kurzweilige und unterhaltsame Nachrichtendarstellung im Vordergrund. Wie der gesamte Journalismus befinden sich auch die Darstellungsformen in einem Wandlungsprozess. Derzeit ist beispielsweise ungeklärt, ob Twitter-Mitteilungen, Facebook- oder Instagram-Posts von Nachrichtenmedien als journalistische Darstellungsformen gelten.

Unter Sachkompetenz versteht man das Wissen über die Gegenstände der Berichterstattung und die relevanten Akteure. Fachkompetenz umfasst alle Fähigkeiten, die nötig sind, um dem Publikum die relevanten Aspekte eines Themas korrekt, verständlich und unterhaltsam zu vermitteln.  h. sie sind von einer angemessenen Bezahlung abhängig, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Sie können deshalb in ihrer Tätigkeit nicht ausschließlich ihren persönlichen Neigungen folgen oder sich von ihren politischen Einstellungen leiten lassen.

Das allerdings als Indikator für einen von der Politik abhängigen Journalismus zu betrachten, geht an der Sache vorbei. Journalistische Medien sind aus ökonomischen Gründen gezwungen, sich am Mainstream-Geschmack der Bürger zu orientieren. Solange die Mehrheit der Bürger politische Unabhängigkeit und gemäßigte Blattlinien erwartet und durch den Kauf bzw. die Nutzung dieser Medien ökonomisch honoriert, wird sich das nicht ändern. In den USA bietet sich traditionell ein anderes Bild. Zeitungen spielen dort eine weit geringere Rolle und Public Television als Pendant zu unserem öffentlich-rechtlichen Rundfunk fristet ein Nischendasein.

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