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By Gunnar Duttge

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Zugänglich waren“164. Dem Inbegriff der Unschuldsund Freiheitsvermutung entsprechend trägt die Nachweispflicht hierfür die strafende Staatsgewalt. Noch gar nicht in den Blick geraten ist bei alledem die weitere Frage, ob sich die Reduzierung des empirischen und nur insoweit des Nachweises zugänglichen Anteils an schuldbegründendem Moment auf eine „normative Ansprechbarkeit“ mit den Vorgaben des § 20 StGB überhaupt vereinbaren lässt. Denn hiernach begründet selbst bei Vorliegen der nötigen Unrechtseinsicht die Unfähigkeit des Beschuldigten, „nach dieser Einsicht zu handeln“, schon für sich die Bewertung „schuldunfähig“, was im Umkehrschluss nur bedeuten kann, dass erst das Zusammentreffen von Kognition und daraus resultierender Steuerungsmacht zum rechtmäßigen Verhalten hin den Schuldvorwurf (im strafrechtlichen Sinne) rechtfertigt.

Wendet man sich vor diesem Hintergrund nun der strafrechtswissenschaftlichen Debatte zum Schuldbegriff zu, so ist die Ausgangslage klar: Das Gesetz geht jedenfalls mit Vollendung des 21. Lebensjahres (vgl. h. vorbehaltlich gegenteiliger Anhaltspunkte nicht beweisbedürftigen Vorliegen strafrechtlicher „Schuld“ aus, die sich gesetzlich in §§ 17, 20 f. h. bei Ausübung des tatbestandsmäßigen Verhaltens, § 8 StGB) die „Fähigkeit“ gehabt haben muss, „das Unrecht der Tat einzusehen“ und „nach dieser Einsicht zu handeln“.

Griffel, ZStW 98 (1986), 28 ff. a. auch aus einem Wertewandel der Gesellschaft resultieren können. 140 Hillenkamp, JZ 2005, 313, 320. 141 R. Merkel, in: Lampe/Pauen/Roth (Fn 24), S. 332, 365. Über die Brücke der Willensfreiheit zur Schuld 41 wieder gewachsen war“142. Was lässt sich daraus lernen? 143 Warum aber sollte sich daran etwas ändern, wenn – aus Sicht der Neurowissenschaften – dem Irrtum nicht nur ein einzelner, sondern die große Mehrheit der Menschen (einschließlich der Juristen) anhängt?

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